DAS ÖSTERREICH

Weil schifoan is des leiwandste …

... was ma si nur vorstell’n kann“, sang einst schon Wolfgang Ambros. Damit das auch so bleibt und jeder Ski-Fan auf der Piste auf seine Kosten kommt, gibt es wichtige Regeln zu beachten. Mehr dazu lesen Sie hier.

8.30 Uhr morgens, frischer Schnee, die Sonne scheint, der Berg ruft. Ski- und Snowboard-Begeisterten geht bei diesem Gedanken das Herz auf. Doch wie alle Sportarten bergen auch Skifahren und Snowboarden Risiken. Um Unfälle auf Pisten und Abfahrten zu vermeiden, gibt es einen Maßstab für sportgerechtes Verhalten: die FIS-Regeln des internationalen Ski-Verbandes. Diese gelten für alle Skifahrer und Snowboarder – das Kennen und Einhalten der Regeln ist daher Pflicht.

Jene, die die FIS-Regeln noch nicht kennen oder eine Auffrischung dazu brauchen, finden die 10 Regeln hier im Überblick:

1. Rücksichtnahme auf die anderen Skifahrer und Snowboarder

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt. Das bedeutet auch, dass Skifahrer und Snowboarder für die Folgen einer mangelhaften Ausrüstung verantwortlich sind.

2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise

Kollisionen sind häufig die Folge von zu hoher Geschwindigkeit, unkontrollierter Fahrweise oder mangelnder Beobachtung. Jeder Skifahrer und Snowboarder muss daher auf Sicht fahren und seine Geschwindigkeit sowie Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen. An unübersichtlichen oder stark befahrenen Stellen gilt es, langsam zu fahren, insbesondere an Kanten, am Ende von Pisten und im Bereich von Liften und Seilbahnen.

3. Wahl der Fahrspur

Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Wintersportler nicht gefährdet. Vorrang hat dabei immer der vorausfahrende Skifahrer oder Snowboarder. Wer hinter einem anderen herfährt, muss genügend Abstand einhalten, um dem Vorausfahrenden für alle seine Bewegungen ausreichend Raum zu lassen.

4. Überholen

Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links. Dabei ist allerdings immer ein Abstand einzuhalten, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.

5. Einfahren, Anfahren und hangaufwärts Fahren

Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann. Gerade das Einfahren in eine Piste und das Wiederanfahren nach einem Halt führt immer wieder zu Unfällen. Deshalb muss sich ein Skifahrer oder Snowboarder, der anfährt, harmonisch und ohne Gefahr für sich und andere in den allgemeinen Verkehrsfluss auf der Abfahrt einfügen. Befindet er sich dann – wenn auch langsam – in Fahrt, hat er gegenüber schnelleren und von hinten oder oben kommenden Skifahrern und Snowboardern wieder Vorrang (siehe Regel 3).

6. Anhalten

Skifahrer und Snowboarder dürfen sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt nicht aufhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen. Ausgenommen auf breiten Pisten soll der Skifahrer und Snowboarder nur am Pistenrand anhalten und stehen bleiben. Engstellen und unübersichtliche Abschnitte sind überhaupt ganz freizuhalten.

7. Aufstieg und Abstieg

Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen. Bewegungen gegen den allgemeinen Verkehrsfluss stellen für Skifahrer und Snowboarder unerwartete Hindernisse dar. Fußspuren beschädigen die Piste und können dadurch Skifahrer und Snowboarder gefährden.

8. Beachten der Zeichen

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung beachten. Pisten werden nach ihrem Schwierigkeitsgrad schwarz, rot, blau oder grün markiert und mit Hinweis-, Gefahren- und Sperrtafeln gekennzeichnet. Ist eine Piste als gesperrt oder geschlossen bezeichnet, ist dies ebenso zwingend zu beachten wie der Hinweis auf Gefahren.

9. Hilfeleistung

Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet. Hilfeleistung ist, unabhängig von einer gesetzlichen Pflicht, ein Gebot sportlicher Fairness. Hilfe kann dabei Erste Hilfe, Alarmierung des Rettungsdienstes und Absichern der Unfallstelle bedeuten. Unfallflucht soll ebenso geahndet werden wie im Straßenverkehr, und zwar auch in jenen Ländern, in denen ein solches Verhalten nicht ohnehin schon strafrechtlich verfolgt wird.

10. Ausweispflicht

Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben. Der Zeugenbeweis ist für die zivil- und strafrechtliche Beurteilung eines Unfalles von großer Bedeutung.

Bis Februar 2017 war Stephanie Scheubrein für das D.A.S. Kommunikation-Team und den D.A.S. Blog zuständig.
In ihrer Freizeit ist sie leidenschaftliche Schreiberin, interessierte Leserin und begeisterte To Do-Listen-Abhakerin.

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