DAS ÖSTERREICH

Rund um Allerheiligen

Friedhof_Allerheiligen

Allerheiligen und Allerseelen stehen vor der Tür und damit jene Feiertage, bei denen traditionellerweise viele von uns den Friedhof und die Gräber lieber Verstorbener besuchen. Um Ihrem Wissen rund um Allerheiligen auf die Sprünge zu helfen, liefern wir Hintergrundwissen für den Small Talk beim Allerheiligen-Striezel.

Aus der römisch-katholischen Tradition betrachtet ist der 1. November ein hoher und vor allem freudiger Festtag. Es ist kein Tag des Totengedenkens sondern ein Feiertag für alle Heiligen. Vor allem sollen an Allerheiligen jene Heiligen bedacht werden, die keinen „eigenen“ Feiertag erhalten haben, denn im Lauf der ersten christlichen Jahrhunderte wurde es wegen der zunehmenden Anzahl von Heiligen immer schwieriger, jedem einzelnen Heiligen einem besonderen Tag zu widmen. Papst Bonifatius IV. weihte um ca. 609 in Rom das Pantheon, das zuvor das Heiligtum der antiken Götterwelt war, der Jungfrau Maria und allen Märtyrern und ordnete eine jährliche Feier an.
Damals war der Termin allerdings noch am Freitag nach Ostern. Erst Papst Gregor III. weihte ca. hundert Jahre später eine Kapelle in der römischen Basilika St. Peter allen Heiligen und legte für die Stadt Rom den Feiertag um auf den 1. November. Gegen Ende des 8. Jahrhunderts begann man an diesem Tag das Fest vor allem auch in Frankreich zu feiern, und der Termin verbreitete sich allmählich in der gesamten Westkirche.

Erst der 2. November, Allerseelen ist streng kirchlich gesehen jener Tag, der dem Gedenken an alle verstorbenen Seelen gewidmet ist.  Nachdem der 1. November als arbeitsfreier Feiertag sich für einen Friedhofsbesuch allerdings besser eignet, besucht an diesem Tag der überwiegende Teil der Bevölkerung, nämlich mehr als zwei Drittel, ein oder mehrere Gräber. An diesem Tag findet mittlerweile auch traditionell eine Segnung der Gräber statt und in vielen Orten eine traditionelle Allerheiligen-Jause.

Allerseelen hat seine Wurzeln im Gebet für die Verstorbenen. Um 998 setzte Odilo, Abt des Benediktinerklosters Cluny, für alle ihm unterstellten Klöster fest, dass am Tag nach Allerheiligen aller Verstorbenen durch Gebet und Messe zu gedenken sei.
Übrigens: Der erwähnte Allerheiligenstriezel hat seine Wurzeln in antiken Trauerkulten, als man sich die geflochtenen Haare abschnitt, um seine Trauer auszudrücken. Außerdem gibt es den Aberglauben, dass ein nicht aufgegangener oder verzogener Striezel Unglück für das nächste Jahr bedeute. Das sollten Sie aber lieber nicht dem Striezel-Bäcker unter die Nase reiben. Sonst kann das Unglück darin bestehen, dass man im nächsten Jahr keinen mehr bekommt.

Quelle: APA Studie

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