DAS ÖSTERREICH

Wo der Hund begraben liegt – Wohin mit dem toten Haustier?

Pünktlich zum gruseligsten Tag des Jahres darf ein morbides Thema natürlich nicht fehlen. Es gibt ja eine Vielzahl von Bräuchen rund um das Ableben von Menschen. Doch was passiert, wenn ein Haustier stirbt? Hund, Katze und Hamster wachsen uns in der Zeit, in der sie uns begleiten, meistens sehr ans Herz. Welche Möglichkeiten gibt es, um das Andenken an die besten Freunde des Menschen nach deren Tod zu wahren?

Wenn unsere Haustiere krank werden und man ihnen nicht mehr helfen kann, bleibt oft nur mehr das Einschläfern, um ihnen weiteres Leid zu ersparen. Es besteht danach die Möglichkeit, den leblosen Körper beim Tierarzt/der Tierärztin zu lassen. Von dort wird er zur Tierkörperverwertung gebracht, wo die Tierkörper getrocknet und danach zu Tiermehl verarbeitet werden. Für trauernde Tierfreunde ist diese Lösung aber oft nicht zufriedenstellend.

Prinzipiell sind tote Tiere in Österreich entsorgungspflichtig. Aus seuchenhygienischen Gründen müssen die Körper an zugelassene Einrichtungen weitergegeben werden (z.B. Tierkörperverwertung, Tier-Krematorium, Tierfriedhof…). In manchen Bundesländern (z.B. Wien und Niederösterreich) ist es jedoch erlaubt, kleinere Tiere mit behördlicher Genehmigung auf dem eigenen Grund zu bestatten. Dabei sind Regelungen im Hinblick auf Mindest-Tiefen und Höchstgewicht zu beachten.

Immer beliebter wird das Einäschern von Tierkörpern. Die Überreste der Haustiere können danach auf einem Tierfriedhof bestattet oder mit nach Hause genommen werden. Tierkrematorien gibt es in Wien, der Steiermark und Oberösterreich. Das Kremieren von Tieren von bis zu 20 kg kostet in Wien beispielsweise 282 Euro.

In den USA und anderen europäischen Ländern ist das Abhalten von Tier-Begräbnissen mit Grabrede und Leichenwagen durchaus üblich. Auch in Österreich gibt es immer mehr Menschen, die sich von ihren Haustieren möglichst würdevoll verabschieden möchten. Deshalb gibt es eigene Tierfriedhöfe, auf denen die vierbeinigen Freunde begraben werden können. Diese Tierbestattungen sind jedoch eine Kostenfrage. Ein Individual-Tiergrab in der Nähe von Wien kostet beispielsweise einmalig 230 Euro. Pro Monat ist ein Betrag von 35 Euro zu entrichten. Die Laufzeit beträgt mindestens 10 Jahre. ( http://www.wienertierfriedhof.at/de/leistungen–preise/preisliste)

Wer sich gar nicht von seinem pelzigen Freund trennen kann, hat die Möglichkeit ihn gefriertrocknen zu lassen. In einem langen Prozess wird dem Tierkörper jegliche Flüssigkeit entzogen. Die Überreste kann der/die BesitzerIn zuhause aufbewahren.

Sehr exklusiv mutet die Möglichkeit an, aus dem verstorbenen Haustier Schmuck zu machen. Nach dem Ableben von Katze, Hund & Co wird aus Haaren oder Asche ein Edelstein hergestellt. Diesen Stein kann man dann an einer Kette immer bei sich tragen.

Wer eine kostengünstige und umweltfreundliche Variante bevorzugt, sollte sich über virtuelle Tierfriedhöfe informieren. (z.B. http://www.virtueller-tierfriedhof.de/.

 

Bis Jänner 2018 war Katharina Waltner für den D.A.S. Online-Bereich zuständig.
In ihrer Freizeit vertieft sie sich sehr gerne in Bücher und Zeitschriften. Als leidenschaftliche Kino-Geherin ist sie gerne zu Auskünften zur Popcornfrische in den verschiedensten Lichtspieltheatern bereit.

3 Kommentare

  1. Silvie am 9. Oktober 2018 um 19:26

    Wie ist es wenn ich schmuck möchte machen danach das die hundin immer bei mir ist, ich kome aus Bregenz, danke

    1. Anna Moosbeckhofer am 29. Oktober 2018 um 15:43

      Liebe Silvie!
      Wenn du in Google nach „Schmuck“, „Einäschern“ und „Tiere“ suchst, findest du verschiedene Firmen und Anbieter.
      z. B. gibt es die Möglichkeit, einen Teil der Asche deines Haustieres in ein Schmuckstück zu füllen, das du beispielsweise als Kette tragen kannst.

  2. Sophie Gerber am 19. September 2017 um 9:34

    Danke für diesen Text! Als mein Hund vor einigen Jahren starb, wussten wir gar nicht was wir machen könnten. Über Bestattungen für Tiere findet man leider sehr wenig Information online, auch wenn es meiner Meinung nach ein wichtiges Thema ist.
    Viele Grüße, Sophie

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