DAS ÖSTERREICH

So bringen Sie Ihr Auto sicher aus der Werkstatt

Von der Wahl der Werkstätte bis hin zur Qualitätssicherung der Reparatur. Hier finden Sie wertvolle Tipps für Ihren nächsten Termin in der Autowerkstatt.

Jedes Fahrzeug muss einmal in die Werkstatt, ob nach einem Unfall, zur regelmäßigen Wartung oder zur Reparatur. Die D.A.S. hat für Sie Infos und Tipps für Ihren nächsten Werkstättenbesuch zusammengefasst.

Wahl der Werkstätte:

Sind Reparaturen bei dem Fahrzeug nötig, sollten Sie sich auf alle Fälle für eine Fachmarkenwerkstätte entscheiden. Durch schnellere Arbeitsabwicklung und Know- How wird bei diesen Werksstätten eine höhere Qualität geboten. Manche Werkstätten locken mit günstigen Angeboten, machen aber Fehler. Durch die nötigen Nacharbeiten wird der Besuch bei diesen Reparaturstätten oft sehr zeitaufwändig. Bei der Wahl des Standortes ist es sinnvoller eine Werkstatt in der Nähe des Arbeitsplatzes zu wählen. Dadurch ersparen Sie sich die Fahrtzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und Sie sind auch flexibler bei der Terminvereinbarung, Abholung etc. Bevor Sie der Werkstatt den Auftrag erteilen, sollten Sie einen Kostenvoranschlag einholen, der die festgelegten Preise für diverse Arbeiten vorweist. Dadurch entstehen nach der Reparatur keine Überraschungen.

Beauftragung:

Entweder Sie schicken dem Mechaniker schon vorab eine Mail mit den Reparaturwünschen oder Sie nehmen den Arbeitsauftrag persönlich in die Werkstätte mit. Natürlich besteht auch die Möglichkeit diesen gemeinsam mit dem Kundenbetreuer zu erstellen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie immer eine Kopie des Arbeitsauftrages verlangen.

Beweissicherung:

Machen Sie vor und nach der Reparatur Fotos von den entsprechenden Stellen. Fotografieren sie auch den Innenraum, Ablagen, Laden, Kofferraum, Außenlack etc. Somit haben Sie Beweise, wenn nach der Reparatur Schäden aufgetreten sind oder gar etwas fehlt. Prüfen Sie auch unbedingt, ob Kratzer, Dellen auf der Türe etc. entstanden sind. Notieren Sie den Kilometerstand vorab und schreiben Sie ihn am besten gleich auf den Arbeitsauftrag.

Qualitätskontrolle:

Besichtigen Sie das Auto beim Abholen immer gemeinsam mit dem Kundenbetreuer, auch bei Schlechtwetter oder schlechten Sichtverhältnissen. In diesen Fällen benutzen Sie einfach eine Taschenlampe oder bestehen Sie darauf, dass Auto wieder in die Werkstatthalle zu fahren, um es dort bei Licht zu begutachten. Sie sollten sich auf keinen Fall die Schlüssel hinterlegen lassen und das KFZ nach dem Dienst abholen. Am folgenden Tag sind Schäden, Fehler oder Verluste schwer zu beweisen. Bei Reifenwechsel legen Sie einen Stopp bei der Tankstelle ein und kontrollieren Sie immer den Luftdruck. Meist stimmt dieser nach dem Reifentausch nicht.


Meldung bei Versicherung:

Melden Sie Ihrem Versicherungsbetreuer bei Schäden gleich in welcher Werkstätte das KFZ zu besichtigen ist. Sie müssen dem Wunsch der Versicherung nicht unbedingt nachkommen, in eine Besichtigungsstelle zu kommen. Sie möchten sich den Schaden laut Kostenvoranschlag ablösen lassen? Stimmen sie auf keinen Fall zu, wenn man Ihnen den Betrag abzüglich Mehrwertsteuer erstatten möchten. Auch als Privatperson haben Sie ein Recht auf den ganzen Betrag.


Trinkgeld:

Beim Trinkgeld lieber einmal mehr geben als öfters wenig. Somit bleibt es dem Mechaniker auch besser in Erinnerung.


Tipp der D.A.S. Rechtsberatung:

Falls doch einmal was passiert (z.B. Delle, Kratzer im Lack), haben Sie einen Schadenersatzanspruch. Sie haben einen Vertrag mit der Werkstatt. Somit haben Sie den Vorteil, dass nicht Sie das Verschulden der Werkstatt beweisen müssen, sondern die Werkstatt muss beweisen, dass sie nicht für den Schaden verantwortlich ist. Erfolgte die Reparatur mangelhaft, steht Ihnen die Gewährleistung zur Verfügung. Die Gewährleistungsfrist beträgt hier zwei Jahre.
In den ersten sechs Monaten haben Sie einen Vorteil. Es wird vermutet, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorhanden war, das heißt Sie müssen nicht erst mühsam den Beweis dafür erbringen.

 

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Bereichsleiter von Technik und Support; seit ca. 30 Jahren sehr gerne im Unternehmen und immer auf der Suche nach einer technischen Herausforderung. Privat verbringt er viel Zeit mit seiner Familie und wenn es sich irgendwie ausgeht im eigenen Garten oder im Fitness-Center. Lieblingsurlaubsdestination: IBIZA.

 

6 Kommentare

  1. Ferdinand Schneider am 27. Juli 2018 um 12:16

    Danke, dass Sie erklären wie man das Auto sicher aus der Werkstatt bringen kann. Ich habe jetzt seit sechs Monaten ein Auto und muss bald zum ersten Mal in die Werkstatt. Ich bin immer noch auf der Suche nach Tipps dafür. Eine gute Idee vor und nach der Reparatur Fotos zu machen.

  2. andreas stecker am 12. Januar 2018 um 17:10

    Ja das stimmt, dass es am besten ist ein Werkstatt in der Nähe zu wählen. In dem Fall, muss man nicht weit fahren, wenn man mit dem Auto hilfe braucht.

  3. Sebastian Koch am 11. Oktober 2017 um 12:12

    Danke für diesen Informativen Beitrag! Es ist sehr wichtig einen guten Werkstatt zu finden, den man vertrauen kann. Ich werde diese Tipps meiner Tochter zeigen, da sie erst vor ein Paar Wochen ihr eigenes Auto bekommen hat.
    Mit freundlichen Grüßen, Sebastian

    1. Katharina Waltner am 16. Oktober 2017 um 9:55

      Lieber Sebastian, es freut uns, dass wir dir mit den Informationen aus dem Blog-Artikel helfen konnten. Deiner Tochter wünschen wir viel Freude mit ihrem ersten, eigenen Auto.

  4. Katharina Waltner am 16. März 2017 um 10:01

    Guten Tag,
    vielen Dank für Ihr Kommentar. Wir freuen uns, dass Ihnen der Artikel weiterhilft.
    Freundliche Grüße
    Katharina Waltner

  5. Valerie am 29. August 2016 um 16:24

    Eine Autowerkstatt… eine qualitative zu finden ist immer schwer. Manchmal weiß man ja nicht, ob man übers Ohr gehauen wird. Da helfen nur Kundenrezensionen.

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