DAS ÖSTERREICH

Ist Ihr Hab und Gut sicher?

Der nächste Herbst- oder Winterurlaub steht vor der Tür – doch wie sicher ist Ihre Wohnung während Ihrer Abwesenheit? Können Sie Ihr Auto unbesorgt in der Garage stehen lassen, wenn Sie auf Urlaub fahren? Wie sich Kriminalität und Aufklärungsquote bisher entwickelt haben und welche Vorkehrungsmaßnahmen Sie beachten sollten, lesen Sie hier.

Eine Woche Urlaub mit der Family bringt Erholung pur. Doch zuhause wartet die unerfreuliche Überraschung: Die Wohnungstür aufgebrochen, alle Wertgegenstände sind spurlos verschwunden und der Rest der Wohnung ist reinstes Chaos. So schnell ist die Erholung auch wieder dahin…

Aber die gute Nachricht lautet: Die Gesamtkriminalität ist im Vergleich der letzten zehn Jahre zurückgegangen und die Aufklärungsquote konstant hoch. Überhaupt wurden im Zehn-Jahres-Rückblick noch nie so wenig Anzeigen in Österreich erstattet wie im Jahr 2015.

Ein Blick auf die Kriminalitätsentwicklung

In Gesamtösterreich wurden 517.870 Delikte im Jahr 2015 angezeigt. Davon wurden alleine in der Bundeshauptstadt Wien im Vorjahr 195.098 Straftaten angezeigt. Das ist allerdings ein Rückgang um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Verändert hat sich dabei die Art des Delikts: Cyberkriminalität und Gewaltkriminalität haben zugenommen. Zurückgegangen sind dafür z.B. Wohnraumeinbruch, KFZ-Diebstahl oder auch die Wirtschaftskriminalität. Lichtblick in der Thematik: Im österreichweiten Schnitt liegt die Aufklärungsquote bei 44 Prozent.

Eine positive Veränderung ist insbesondere bei Wohnraumeinbrüchen spürbar. Bei über 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in 2015 blieb es beim Versuch. Dem Täter gelang es also nicht, die Tat zu vollenden und tatsächlich Diebesgut zu entwenden. Dieser hohe Prozentsatz liegt erfreulicherweise am guten Eigenschutz und den richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen der Bevölkerung.

Auch beim KFZ-Diebstahl ist die Zahl seit sechs Jahren konstant niedrig. Mit knapp 3.300 als gestohlen gemeldeten Kraftfahrzeugen (Lastkraftwägen, Personenkraftwägen und Krafträdern) wurde 2015 immerhin sogar ein 10-Jahres-Tiefstand erreicht.

Trotzdem gehören Einbrüche und Autodiebstahl nach wie vor zu den sogenannten „Big Five“ der Straftaten. Diese sind Einbrüche in Wohnhäuser und Wohnungen, KFZ-Diebstähle, bestimmte Gewaltdelikte, Wirtschaftskriminalität und mittlerweile sogar Cybercrime.

Mehr Details zur Kriminalstatistik 2015 finden Sie hier.

Angst vor Einbrüchen. Wie können Sie sich schützen?

Einen großen Beitrag zu Ihrer Sicherheit können elektronische und mechanische Maßnahmen leisten wie z.B. Alarmanlagen, Sicherheitsbalken etc. Zusätzlich dient nachbarschaftliche Hilfe und richtiges Verhalten der Prävention.

Hier einige Tipps vom Bundeskriminalamt wie auf beliebte „Schwachstellen“ wie z.B. Haupteingangstüren, Terrassentüren, Fenster etc. besonders geachtet werden kann:

  • Abwesenheit darf nicht sofort sichtbar sein: Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn und bitten Sie jene, die Post regelmäßig für Sie aus dem Briefkasten zu entfernen. So vermeiden Sie einen unbewohnten Eindruck.
  •  Fenster, Terrassentür oder Balkontür geschlossen halten
  • „Habe ich tatsächlich zugesperrt?“ Lieber noch einmal zurückgehen und versichern, dass das Schloss versperrt ist
  • Wohnungsschlüssel gehören NICHT unter Fußabstreifer oder Blumentöpfe
  • Alles, was Einbrechern nutzen könnte, gehört weggeräumt: Schon eine einfache Kiste oder eine Leiter am Balkon/auf der Terrasse kann als Einladung dienen, in Ihr Haus oder Ihre Wohnung einzusteigen

Mehr nützliche Tipps für Ihre Sicherheit finden Sie auf der Website des Bundeskriminalamts.

Weitere hilfreiche Rechtstipps rund um Ihr Heim finden Sie auch auf unserer Website.

Bis Februar 2017 war Stephanie Scheubrein für das D.A.S. Kommunikation-Team und den D.A.S. Blog zuständig.
In ihrer Freizeit ist sie leidenschaftliche Schreiberin, interessierte Leserin und begeisterte To Do-Listen-Abhakerin.

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