DAS ÖSTERREICH

Fahrradfahren (in Wien)

Ein Erfahrungsbericht einer Radfahrerin (in Wien) inkl. Tipps und rechtliche Infos

Montagmorgen 7.00 Uhr in Wien: Ich bin (wie üblich) spät dran, hole mein Rad aus dem Fahrradkeller, setze meinen Helm auf und fahre los – Richtung Arbeit. Zuerst auf einer Vorrangstraße ohne Radweg, dafür mit Straßenbahn.
Hier muss ich aufpassen:
Einerseits auf den Verkehr, der beim Überholen zu nahe an mir vorbei fährt; andererseits auf parkende Autos, aus denen jederzeit jemand aussteigen  und mich beim unachtsamen Öffnen der Autotür zu Fall bringen kann. Aber auch auf die Straßenbahn, die an einer Stelle dieser Vorrangstraße den Fahrstreifen mit dem fließenden Verkehr (und auch meiner Fahrbahn) teilt.
Geschafft. Nach Überqueren einer größeren geregelten Ampelkreuzung endlich der Radweg. Ich gebe Gas. Auch, da ich weiß, dass die kommenden Kilometer leicht ansteigend sind und ich hier „Meter gewinnen“ kann.
Zuerst geht es rechts neben der Auto-Fahrbahn sicher dahin. Dann teilen sich die KFZ-Spuren und der Radweg wird zwischen diesen beiden geführt. Wieder gilt es, vorausschauend zu fahren.
Nicht selten kommt es vor, dass Autos ohne zu schauen den Fahrstreifen wechseln.
Nun bin ich an der Reihe, ich muss links abbiegen. Ich gebe rechtzeitig Handzeichen und vergewissere mich, ob ich die Spur, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu behindern, wechseln kann. Der Radweg ist wieder kurzzeitig unterbrochen.
Erst am anderen Ende der Kreuzung ist er wieder gekennzeichnet. Von nun an geht es auf gekennzeichneten Radweg Richtung Arbeit weiter. Der Fahrtwind peitscht in mein Gesicht, erste Schweißtropfen bilden sich – ja, ich bin keine langsame aber eine aufmerksame Fahrerin. Immerhin will ich den Vorteil der Wendigkeit und des schnellen Vorankommens mit dem Fahrrad im Stadtverkehr nutzen.
Eine Stelle, bei denen Radfahrer und KFZ-Lenker aufeinander Rücksicht nehmen sollte, liegt noch vor mir. Die Autos ziehen auf einer dreispurigen Fahrbahn rechts neben mir her; links von mir die Nebenfahrbahn und Unterführungen. Autos biegen links ab und kreuzen den Radweg, auf dem ich fahre.
Hier muss man als Radfahrer und als Autofahrer besonders aufmerksam sein. Auf der einen Seite ein Radler, der flott den Radweg entlang fährt und sich in der Sicherheit des optischen Vorranges wiegt und auf der anderen Seite, ein Autofahrer, der so rasch wie möglich die dreispurige Fahrbahn links abbiegend verlassen möchte. Aber mit gegenseitigem Verständnis und einem Lächeln auf den Lippen ist mein Ziel erreicht und mein Arbeitstag kann beginnen.
Bis es abends wieder nach Hause oder sonst wohin geht … klarerweise mit dem Bike!

Hier einige Tipps und rechtliche Infos, wenn auch Sie mit dem Rad unterwegs sind.

Leiterin der Abteilung Corporate Design und Werbung in der D.A.S. und immer auf der Suche nach der perfekten Optik. Privat leicht chaotisch, technikaffin und tanzbegeistert. Es gibt keinen Rhythmus, bei dem sie nicht mit muss.

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