DAS ÖSTERREICH

Es ist wieder soweit…die Zeltsaison ist voll im Gange…

… Festivals, Camping-Urlaube oder einfach ein „Dach übern Kopf“ bei mehrtätigen Wanderungen. Das sollten Sie zum Thema Zelten wissen.

Hier einige Fragen, die sich beinahe automatisch stellen:

Welches Zelt für welchen Zweck?

Ein Zelt ist weit mehr als nur eine mobile Schlafstätte. So kann es auch Gemeinschaftsraum, Regenschutz-/Windschutz, Ruheraum und natürlich Schlafplatz sein.

Für jede Aktivität gibt es das passende Zelt z.B. ein geräumiges Tunnel-/Familienzelt für mehrere Personen, in dem man bequem auch stehen kann.
Das eignet sich für längere Campingausflüge mit Freunden und Familie, bei denen man mit dem Auto anreist.

Für Trekking-Expeditionen benötigt man hingegen Zelte mit geringem Packmaß und Gewicht, dennoch aber genügend Platzangebot. Außerdem kann ein Überzelt für Schneetreiben und Regen nützlich sein.

Die Qualität von Zeltmaterial erkennt man auch an der Maßeinheit „Milimeter-Wassersäule. So kann man feststellen wie wasserdurchlässig bzw. undurchlässig ein Material ist. Die genaue Definition findet sich auch auf Wikipedia.

Je nach Outdoor-Aktion sollte man das Material (auch jenes von Zelten) den Ansprüchen anpassen. Im Fachhandel bzw. auf diversen Foren kann man Rat suchen.

Zusammengefasst sind die wichtigen Kriterien für den Kauf:

  • Wetterschutz
  • Widerstandsfähigkeit und
  • Gewicht

Wo darf ich zelten?

Im Wald ist Zelten gesetzlich verboten. Eine Ausnahme besteht nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Grundstückeigentümers.

Auf privaten Geländen ist jedenfalls das Einverständnis des Eigentümers einzuholen. Ein Zelten ohne vorherige Anfragen gilt als Besitzstörung und man riskiert eine Klage.

Zelten im alpinen Ödland (= Oberhalb der Baumgrenze) ist nach Bundesländern unterschiedlich gesetzlich geregelt. Der Österreichische Alpenverein gibt dazu nähere Informationen.

Man muss aber unterscheiden, ob man geplant übernachtet oder, z. B. auf Grund von Schlechtwetter oder einer Verletzung, dazu gezwungen wird. Im Notfall darf man sein Zelt ungestraft aufstellen („alpines Biwakieren“)

Bei Veranstaltungen wie z. B. Festivals sind die Bereiche zum Aufstellen der Zelte gekennzeichnet und unter der Berücksichtigung der festgelegten Verhaltensregeln ohne Bedenken zu benützen. Ebenso verhält es sich auf Campingplätzen. Hier gelten zumeist „Hausordnungen“.

Auch im Ausland gibt es unterschiedliche Regelungen. Vor dem Urlaubsantritt sollte man sich also jedenfalls erkundigen.

Worauf  muss ich achten, wenn ich mein Zelt aufbaue?

Hier einige Tipps aus praktischer Erfahrung:

  • Bodenbeschaffenheit beachten:
    Das Zelt am besten auf einer ebenen Fläche ohne Mulden und Hügel aufstellen. Unebene Liegeflächen können die Nachtruhe beeinträchtigen.
  • Abschüssigkeit des Geländes beachten:
    Es ist möglich, an einem Hang/auf einer Schräge zu zelten. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Beine bergab zeigen. Legt man sich quer zum Hang, kann es sein, dass man in einer Zeltecke aufwacht oder gar „abgerutscht“ ist.
  • Hat man vor, länger an einem Ort zu zelten, kann es nützlich sein, einen Regen-/Wasserablauf um das Zelt zu graben (vorausgesetzt es ist erlaubt). So vermeidet man bei stärkeren Regengüssen ein Fluten des Zeltes.
  • Wichtig ist es auch, die äußere Zeltplane mit Hilfe der Zeltschnüre und Gummiringe am Ende der Zeltplane gut abzuspannen. Die Außen- und Innenhaut sollten nicht aufeinandertreffen. Sonst kann es passieren, dass bei Regen Wasser ins Zelt eintritt. Die Plane sollte außerdem nachgespannt werden.
  • „Heringe“ (Zelthaken) immer im 90°-Winkel zum Zelt in den Boden schlagen (Gummihammer). Andernfalls „ziehen sich diese selbst wieder auf Grund der Spannung aus dem Boden“ und das Zelt verliert an Halt.
  • Das Moskitonetz sollte man immer schließen. Beachten Sie dies auch am Tag und besonders in der Nähe von Seen und Flüssen.
  • Lagern Sie Lebensmittel nie unverschlossen im Zelt – auch andere Wald- und Wiesenbewohner haben Hunger…

Lesen Sie hier Tipps für einen tollen Festivalsommer.

Leiterin der Abteilung Corporate Design und Werbung in der D.A.S. und immer auf der Suche nach der perfekten Optik. Privat leicht chaotisch, technikaffin und tanzbegeistert. Es gibt keinen Rhythmus, bei dem sie nicht mit muss.

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