DAS ÖSTERREICH

Ein Lei Lei ohne rechtliche Folgen

Sie sehen ein Einhorn, Darth Vader und ein fleischgewordenes Pokemon auf offener Straße? Spätestens dann sollte Ihnen klar sein: Fasching ist. Kostümvielfalt und buntes Treiben haben nun Hochsaison. Doch trotz Narrenfreiheit gibt es auch einige Regeln, die man beachten sollte. Lesen Sie mehr dazu hier.

Nicht jede Uniform ist im Fasching als Verkleidung erlaubt. Zum Beispiel dürfen Polizeiuniformen in der Öffentlichkeit ausschließlich von Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes getragen werden. Der Verstoß stellt laut Sicherheitspolizeigesetz eine Verwaltungsübertretung dar. Als Folge droht eine Geldstrafe bis zu 500 Euro oder eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Wochen. Wichtig ist also, darauf zu achten, dass Kostümuniformen klar als solche erkennbar sind und es keine Verwechslungsgefahr mit den Originalen gibt.

Verboten sind außerdem Kostüme mit rechtsradikalem Hintergrund oder entsprechenden Zeichen sowie Verkleidungen mit einer fremdenfeindlichen oder rassistischen „Aussage“. Derartige Kostüme verstoßen gegen das Verbotsgesetz bzw. das Strafgesetz.

Sind Kostüme besonders anstößig oder obszön, können sie eine Verletzung des „öffentlichen Anstands“ darstellen. Auch wenn im Fasching die Messlatte natürlich etwas tiefer gelegt wird, kann hier eine Grenze überschritten werden. Wenn das der Fall ist, drohen Strafen bis zu 2.000 Euro.

Ganzkörperkostüme erlaubt?

Wenn sich etwa Star Wars Fans als Darth Vader oder Storm-Trooper verkleiden, braucht man das Vermummungsverbot nicht zu fürchten. Dieses gilt nämlich nur bei Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes. Das Verkleiden oder das Tragen von Masken bei öffentlichen Belustigungen, volksgebräuchlichen Festen und Umzügen wie etwa bei einem Perchtenlauf sind explizit vom Versammlungsgesetz ausgenommen.

Trotzdem ist man bei einer polizeilichen Kontrolle verpflichtet, sein Gesicht zu zeigen. Die Exekutive kann sonst nicht überprüfen, ob der vorgezeigte Ausweis auch zur Person gehört.

Autofahren mit Verkleidung

Ob man mit Verkleidung als Autolenker am Straßenverkehr teilnehmen darf, kommt immer auf die Art der Verkleidung an. Sobald das Kostüm die Sicht, das Gehör oder die Bewegungsfreiheit bzw. Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen könnte, darf es während der Fahrt nicht getragen werden.

Bis Februar 2017 war Stephanie Scheubrein für das D.A.S. Kommunikation-Team und den D.A.S. Blog zuständig.
In ihrer Freizeit ist sie leidenschaftliche Schreiberin, interessierte Leserin und begeisterte To Do-Listen-Abhakerin.

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