DAS ÖSTERREICH

Das Festival-ABC für einen unbeschwerten Partysommer (Teil 1: A-H)

Der Festivalsommer nähert sich in großen Schritten. In einem Monat wird schon das Tomorrow Festival in Zwentendorf über die Bühne gehen. Pünktlich vor der Saison kommt hier der erste Teil des Festival-ABCs. Wer heuer zum ersten Mal ein Festival besucht bekommt hier wertvolle Tipps für ungetrübten Festivalspaß. Auch für Festival-Fortgeschrittene ist sicher die eine oder andere Neuigkeit dabei. Hier kommen die Buchstaben A-H.

Mit den Temperaturen steigt auch die Vorfreude auf den Festivalsommer. Gute Musik, warmes Wetter, nette Leute – was kann da noch schiefgehen?

Das bunte, laute Festivaltreiben mag für manche einen Ausnahmezustand bedeuten. Doch auch auf dem Festivalgelände gibt es Regeln, an die wir uns halten müssen. Zusammengefasst findet ihr das Regelwerk im Festival-ABC.

A: Alkohol
Die Jugendschutzgesetze in Österreich sind Ländersache. Deshalb gelten in jedem Bundesland eigene Regeln zum Alkoholkonsum.
In ganz Österreich gilt aber ausnahmslos: Vor dem vollendeten 16. Lebensjahr dürfen an Jugendliche keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden.
https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/174/Seite.1740250.html

 

B: Belästigung
Die Stimmung ist gut, Alkohol ist im Spiel und man ist sich sympathisch. Trotzdem muss sich niemand unerwünschte Annäherungen gefallen lassen. Auch wenn die Nachbarn nett sind und die Stimmung familiär – sicherheitshalber sollte man sich nicht alleine auf dem Zeltplatz bewegen. Alkoholisierte Personen sollten nie alleine gelassen werden.

 

C: Crowdsurfing
Besonders bei Rockfestivals ist das „Bad“ in der Menge äußerst beliebt. Auf den meisten größeren Festivals ist diese populäre Tätigkeit aber verboten. Sehr leicht können durch Crowdsurfen beim Publikum Kopf- und Nackenverletzungen entstehen. Es geht aber auch noch eine Stufe heftiger:  Nicht nur Crowdsurfing ist riskant, auch bei Moshpits, Circelpits und „wall of death“ kann man sich verletzen.

 

D: Diebstahl
Eigentlich möchte man es nicht glauben:  Da feiern so viele Menschen miteinander, sind offen und freundlich. Und trotzdem kommt es immer wieder zu Diebstählen auf Festivals. Deswegen sollten alle FestivalbesucherInnen sehr gut auf Wertsachen aufpassen. Allzu oft werden Geld, Handys, Kameras oder Mp3 Player aus Zelten gestohlen.
Achtung: Die Seitentaschen in Zelten sind kein sicherer Aufbewahrungsort für Wertsachen. „Zeltschlitzer“ schneiden den Stoff auf und nehmen den Inhalt mit während die ZeltbewohnerInnen schlafen.

 

E: Erste Hilfe
Ob Hitze, Alkohol, Glasscherben, wilde Tänze und gewagte Stunts – sehr leicht kann man sich bei Festivals verletzen. Bei jedem Festival sind deshalb RettungssanitäterInnen im Einsatz.  Um kleinere Verletzungen verarzten zu können sollte ein Erste-Hilfe-Päckchen im Festivalequipment vorhanden sein. Außerdem müssen genug Wasserflaschen ins Gepäck. Bei vielen Festivals darf man eine leere Plastikflasche ins Konzertgelände mitnehmen und dort mit Wasser auffüllen.
Achtung: Viele Verletzungen kommen übrigens vom falschen Schuhwerk. Flip Flops sind zwar am Strand sehr komfortabel. Bei Festivals bieten sie aber keinen Schutz vor Tritten und Scherben.

 

F: Feuer
Festivals bieten vieles – aber keine Lagerfeuerromantik. Gaskocher und Griller sind bei den meisten Festivals verboten.  Besonders bei warmen Temperaturen ist offenes Feuer sehr gefährlich. Wer sich auf Festivals selbst versorgen möchte, greift lieber auf kalte Küche zurück.

 

G: Glasflaschen
Auf den meisten Festivals sind Glasflaschen weder auf dem Campingplatz noch auf dem Konzertgelände erlaubt.
Achtung: Auch bei Dosen kann man sich leicht Schnittverletzungen zuziehen.

 

H: Hygiene
Viele BesucherInnen verzichten während des Festivals sehr gerne auf die Dusche. Der Veranstalter ist aber verpflichtet, genug saubere Toiletten und Waschanlagen zur Verfügung zu stellen. Wer also auch am Festival Wert auf Körperpflege legt, sollte dazu auch die Möglichkeit haben. Bei vielen Festivals ist die Benutzung von Duschen kostenpflichtig.

Teil 2 des Festival-ABCs (I-R) finden Sie hier.
Lesen Sie hier Teil 3 (S-Z) der Festival Serie.

Bis Jänner 2018 war Katharina Waltner für den D.A.S. Online-Bereich zuständig.
In ihrer Freizeit vertieft sie sich sehr gerne in Bücher und Zeitschriften. Als leidenschaftliche Kino-Geherin ist sie gerne zu Auskünften zur Popcornfrische in den verschiedensten Lichtspieltheatern bereit.

2 Kommentare

  1. Tim am 19. März 2015 um 19:49

    Hallo!
    Ich möchte auf das Frequency Festival gehen und bin aber erst 17 . Kann ich da hin oder wie ist das mit
    wenn man eine Aufsichtsperson (18)
    mitkommt?

    1. Katharina Waltner am 23. März 2015 um 11:04

      Vielen Dank fürs Kommentar!

      Die D.A.S. Rechtsberatung antwortet:

      Wie lange Jugendliche allein oder in Begleitung von Aufsichtspersonen ausbleiben dürfen, richtet sich immer nach dem Bundesland, in dem sich die Jugendlichen gerade aufhalten.

      Da das Frequency in Niederösterreich stattfindet, gilt das NÖ Jugendgesetz.

      Bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres dürfen Jugendliche öffentliche Veranstaltungen nur zwischen 5 Uhr und 22 Uhr besuchen, Jugendliche bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres nur zwischen 5 Uhr und 1 Uhr. Darüber hinaus ist der Besuch einer öffentlichen Veranstaltung nur mit volljähriger Begleitperson erlaubt.

      Ab Vollendung des 16. Lebensjahres ist eine Begleitperson nicht mehr notwendig.

      Sofern der Veranstalter also keine strengeren Regeln in seiner „Hausordnung“ vorsieht, können Sie mit 17 Jahren ohne Begleitperson zum Festival.“

      Wir hoffen Ihnen hilft die Antwort und wünschen viel Spaß beim Festival!

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