DAS ÖSTERREICH

Tipps zur Planung einer Weltreise – Teil 2.

Im 1. Teil unseres Artikels "Tipps zur Planung einer Weltreise" wurden schon einige Punkte unserer To-Do Liste näher erläutert. Erfahren Sie nun im 2. Teil einiges über die diversen Versicherungen, Arztkontrollen, Reisepassüberprüfung und Beantragung von Visa...

Hier kommen Sie zum 1. Teil unseres Artikels.

Die To-Do Liste nochmal im Überblick:

 

  • Teil 1:
    • Budget planen
    • Arbeitgeber informieren
    • Wohnung/Haus verkaufen/vermieten
    • Wer kümmert sich um die Post?
    • Was tun mit dem Fahrzeug / Internationaler Führerschein
    • Abos/Verträge kündigen
  • Teil 2:
    • Versicherungen abschließen/stilllegen
    • Kontrolle beim Arzt / Impfungen durchführen
    • Reisepasscheck / Visum beantragen
    • Equipment besorgen
    • Optional: Neues Bankkonto eröffnen

 

To-Do Liste im Detail:

 

Versicherungen abschließen/stilllegen

Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, welche Versicherungen benötigt werden und welche nicht. Die gängigsten Versicherungen wären:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Unfallversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Reiserücktrittsversicherung- und Reiseabbruchsversicherung
  • Optional: Reisegepäckversicherung

Die Auslandskrankenversicherung ist in jedem Fall eine der wichtigsten Versicherungen. Hier sollte nicht gespart werden. Wichtig ist, dass es sich um eine Langzeitversicherung handelt. Es gibt auch Auslandskrankenversicherungen, die nur ein paar Tage im Jahr Versicherungsschutz bieten. Möglich ist auch, die Unfallversicherung in die Auslandskrankenversicherung mit aufzunehmen.

Eine weitere wichtige Versicherung ist die Haftpflichtversicherung. Diese ist meistens in der Haushaltsversicherung inkludiert und muss daher nicht extra abgeschlossen werden. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Haftpflichtversicherung weltweiten Schutz bietet.

ACHTUNG: Wird der Wohnsitz aufgegeben, besteht auch keine Haftpflichtversicherung mehr!

Auf jeder Reise kann es zu Problemen kommen. Sei es wegen Streitigkeiten mit der Fluglinie, Problemen bei den Unterkünften etc. Um rechtliche Unterstützung in solchen Belangen zu haben, ist es von Vorteil, eine Rechtsschutzversicherung für den Notfall zu haben.

Ob eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchsversicherung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie die Weltreise gestaltet wird. Werden die Unterkünfte und Flüge für die gesamte Reise schon im Vorhinein gebucht, macht es durchaus Sinn diese Versicherung abzuschließen. Reist man hingegen als Backpacker und entscheidet spontan wo es als nächstes hingeht, ist diese Versicherung überflüssig.

Optional ist eine Reisegepäckversicherung. Bei dieser Versicherung wird das Gepäck nur als Zeitwert versichert. Zeitwert bedeutet, dass sich der Wert des Gepäcks um jeden verstrichenen Tag der Reise verringert. Sie macht also aus persönlicher Sicht nur Sinn, wenn teures Elektronik Equipment mitgeführt wird (Kamera, Laptop, iPad etc.)

Kontrolle beim Arzt / Impfungen durchführen

Jeder sollte vor Antritt der Weltreise seinen Hausarzt, Zahnarzt, Frauenarzt etc. aufsuchen und durchchecken lassen. Vor allem der Hausarzt ist eine wichtige Anlaufstelle. Dieser kann durch die Titer-Bestimmung feststellen, welche Standardimpfungen aufgefrischt werden sollten. Zu den Standardimpfungen zählen:

  • Hepatitis A und B
  • Tetanus
  • Polio
  • Diphterie
  • FSME

Da bestimmte Krankheiten nur in bestimmten Ländern vorkommen, sind Zusatzimpfungen nötig oder sinnvoll. Hier sollte natürlich auch abgewogen werden, wie gereist und wo genau die Reise in den verschiedensten Ländern hinführt. Dazu zählen:

  • Typhus
  • Gelbfieber
  • Cholera
  • Tollwut
  • Japanische Enzephalitis
  • Malaria (keine Impfung; nur Prophylaxe oder Stand-by-Therapie)

Mit dem Impfen sollte früh genug begonnen werden, da manche Impfungen in mehreren Dosen und in gewissen Abständen verabreicht werden müssen.

Reisepasscheck / Visum beantragen

Nichts ist ärgerlicher als bei der Einreise in ein Land Probleme mit dem Reisepass und/oder Visum zu haben. Um in die meisten Länder (außer Schengen Staaten) einreisen zu können, wird ein Reisepass gefordert, der mindestens noch 6 Monate gültig ist.

Tipp: Sollten die Reisunterlagen gestohlen oder verloren gegangen sein, ist es im Notfall wichtig, zumindest eine Kopie oder einen digitalen Nachweis zu haben.

Auch verlangen viele Länder ein Visum welches bestätigt, dass die Einreise, Durchreise oder Besuch des Landes des Passinhabers gestattet ist.

Es gibt verschiedene (zeitliche) Arten von Visa. Die gängigsten Visa für Weltenbummler wären:

  • das Touristenvisum
  • das Besucher- oder Privatvisum
  • das Arbeitsvisum
  • das Transitvisum

Das Touristenvisum berechtigt einen, das Land für Touristenzwecke für einen bestimmten Zeitraum zu erkunden. Dieser Zeitraum variiert von Land zu Land.

Das Besucher- oder Privatvisum kann beantragt werden, wenn Verwandte auf der Reise besucht und/oder familiäre Dinge erledigt werden müssen. Beispiele:

  • Dokumente vor Ort beurkunden lassen oder
  • um kleine geschäftliche Aktivitäten ausüben zu können (Autoverkauf etc.)

Es erfolgt jedoch keine Arbeitsaufnahme am Arbeitsmarkt.

Das Arbeitsvisum wird benötigt, um im jeweiligen Land arbeiten zu können. Übliche Voraussetzung um das Visum zum Arbeiten zu erhalten, ist der Nachweis der eigenen Qualifikationen, dass dieser Arbeit nachgegangen werden kann. Auch muss teilweise eine „Einladung“ des zukünftigen Arbeitgebers vorliegen.

Das Transitvisum wird beantragt, wenn ein visumpflichtiges Land durchquert oder ein Zwischenstopp eingelegt wird, um in das endgültige Zielland zu gelangen. Bei einer Zwischenlandung mit dem Flugzeug wird kein extra Visum benötigt, wenn der Transitbereich des Flughafens nicht verlassen wird.

Welches Visum benötigt wird, hängt also stark von der Art und Dauer des Aufenthaltes im jeweiligen Land ab. Manche Visa können direkt an der Grenzkontrolle beantragt werden. Andere Visa müssen schon vor Einreise des Landes beantragt werden, sogenannte Langzeitvisa.

Reisequipment besorgen

Auch hier sollte vor Antritt der Reise überlegt werden, wie und vor allem wohin gereist wird. Als Rucksacktourist/Backpacker wird der Fokus eher auf Dinge gelegt, die einen Mehrnutzen haben. Reisende mit Koffer, welche von Hotel zu Hotel fahren, haben möglicherweise andere Prioritäten. In jedem Fall, kann das überflüssige Gepäck auch nach Hause geschickt werden.

Optional: Neues Bankkonto eröffnen

Ein neues bzw. zweites Bankkonto für die Reise zu besitzen erleichtert einem, den Überblick über die Finanzen zu behalten. So können Ausgaben und eventuelle Einnahmen besser voneinander unterschieden werden. Außerdem muss die Bankomatkarte, für die Länder welche bereist werden möchten, freigeschalten werden. Dies geht in der Regel telefonisch bei der Hausbank. Behebungen sind bereits am nächsten Tag möglich.

Wir wünschen Ihnen für die vielleicht kommende Reise viel Glück und Vergnügen sowie vor allem Gesundheit auf all Ihren Wegen.

 

Ihre berufliche Karriere startete sie 2010 als Lehrling bei der D.A.S. Rechtsschutz AG. Nach erfolgreichem Lehrabschluss als Versicherungskauffrau, hat sie nun ihren Platz im Zentralen VertriebsService gefunden. Den Ausgleich zum Berufsalltag findet sie beim Sport und den Spaziergängen mit ihrem Hund. Ebenso holt sie sich die Energie aus dem gemütlichen Beisammensein mit ihren Freunden.

Wir freuen uns über Ihre Kommentare – ob Lob, Kritik oder sachliche Diskussion! Bitte lesen Sie unsere Hinweise zu Kommentaren!

Ich habe die Datenschutzrichtlinien gelesen und akzeptiere diese.