DAS ÖSTERREICH

Sport bis in die kleinste Faser deines Körpers

Nackenschmerzen, Verspannungen. Vor allem nach einem langen Bürotag kennt man diese Wehwehchen nur zu gut. Oft sind es die Faszien, die auf Grund mangelnder Bewegung und eventuell zu wenig Flüssigkeitszufuhr (bevorzugt Wasser!) regelrecht verfilzen und ihre natürliche Flexibilität verlieren.

Doch was sind Faszien überhaupt?
Unter Faszien versteht man das kollagene, faserige Bindegewebe, das ein körperweites Netzwerk bildet und dicht mit Schmerzsensoren besiedelt ist. Es gibt weicheren Strukturen Form, schützt diese, leitet Kräfte weiter und sorgt für Stabilität. Und das Beste daran: Faszien sind trainierbar.

So geht das Trainieren der Faszien
Es gibt verschiedene Methoden, Faszien zu trainieren. Neben dem Auf- und Abfedern der betroffenen Körperregionen (= Rebound Elasticity) oder Dehnen (= Fascial Stretch), kann das Fasziengewebe auch mittels Massage – z. B. mit einer Faszienrolle – stimuliert werden. Im Leistungssport wird diese schon seit längerem verwendet.

Mit Hilfe der Faszienrolle kann die Muskulatur an z. B. Armen, Beinen, Gesäß etc. vor dem Training durch schnelles Auf- und Abrollen aufgewärmt werden. Nach dem Training wird mit besonders langsamen Rollbewegungen gearbeitet. Die Faszien werden dabei unter Druck gebracht, geben diesem Druck nach. Dadurch werden Verklebungen gelöst und sowohl Körpergefühl als auch Beweglichkeit verbessert. Sogar Verspannungsschmerzen können durch das Faszientraining vermindert werden.

Einige Punkte sollte man beim Training der Faszien beachten:

  • Mit stark ausgeprägten Krampfadern sollte man auf das Training mit der Faszienrolle verzichten
  • Körperpartien gleichmäßig rollen. D.h. rollt man ein Bein aus, so sollte man auch das zweite Bein ausrollen
  • Langsames Rollen bitte nicht vor dem Laufen oder intensiven Trainingseinheiten, da die Stabilität dadurch eingeschränkt werden kann
  • Nicht über Gelenke und nicht direkt auf der Wirbelsäule rollen

Um die ursprüngliche Elastizität der Faszien zurückzugewinnen sollte man regelmäßig mit der Faszienrolle trainieren. Es ist darauf zu achten, dass nur langsam gerollt wird – nur wenige Zentimeter pro Minute – und bei besonders schmerzenden Punkte kurz anhalten. Bei Körperpartien, die stark verspannt sind, können zusätzlich kleine Bewegungen mit dem Körperteil auf der Rolle gemacht werden, um den Schmerz zu verstärken und somit die Verspannung schneller zu lösen. Z. B. den Unterschenkel beugen und strecken während ein Schmerzpunkt am vorderen Oberschenkel bearbeitet wird.

Durch das Halten des eigenen Körpergewichts und das Bearbeiten der schmerzenden Punkte beim Rollen, kann einem schon ziemlich warm werden. Aber nicht aufgeben! Nach so einem Training merkt man sofort, dass man aufrechter steht und sich leichter, lockerer und beweglicher fühlt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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