DAS ÖSTERREICH

Rechtsgeschichten, die das Leben schreibt (2. Teil)

Sie können sich sicher noch an unseren unglücklichen Radfahrer erinnern, dessen Schulter durch eine unliebsame Begegnung mit einem Taxi einem unfreiwilligen Belastungstest unterzogen wurde. Wir haben Ihnen versprochen, den Ausgang der Geschichte nachzuliefern. Diesem Versprechen möchten wir hiermit nachkommen.

Bekanntlich gab es Zeugen des Unfalls, weil andere Radfahrer den Unfall beobachtet und unserem Versicherungsnehmer auch geholfen hatten. Doch in der Aufregung hatte unser Unfallopfer vergessen, sich Namen, Anschrift und Telefonnummer dieser Zeugen geben zu lassen.

Es kam wie es kommen musste, der gegnerische Taxilenker bestritt jede Schuld. Er behauptete, der Radfahrer sei auf sein an der Kreuzung stehendes Fahrzeug aufgefahren und dadurch zu Sturz gekommen. Die Haftpflichtversicherung lehnte daher jeglichen Schadenersatz ab, weil keine Zeugen genannt werden konnten, die diese Unfallversion widerlegt hätten.

In mehreren Telefonaten und Schreiben gelang es den Juristen der D.A.S. jedoch, die Haftpflichtversicherung davon zu überzeugen, dass ein für sie nicht unerhebliches Prozessrisiko vorliegt. Es gab ein Foto des Taxis in der Endlage, das die Version des Gegners zwar nicht widerlegte, aber doch etwas zweifelhaft erscheinen ließ. Auch die Art der Verletzung war eher untypisch für das vom Gegner behauptete Geschehen. Wegen des Fehlens von Zeugen war sowohl für den Taxifahrer als auch den verletzten Radfahrer das Risiko sehr hoch, den Prozess zu verlieren. Steht Aussage gegen Aussage, stehen die Chancen zu Beginn des Prozesses für beide Beteiligten bei 50 %.

Letztendlich gelang es in zähen Verhandlungen, dieses für beide Seiten vorhandene Risiko in eine zufriedenstellende Lösung für den verletzten Radfahrer, unseren Versicherungsnehmer, umzumünzen: Der von unserem Versicherungsnehmer geforderte Schmerzengeldbetrag wurde je zur Hälfte von der Haftpflichtversicherung des Gegners als Schadenersatz und von der D.A.S. als Prozesskostenablöse getragen.

Die Überweisung des Entschädigungsbetrages erfolgte knapp sieben Wochen nach dem Unfall und einen Monat nach dem ersten Anspruchschreiben an die Haftpflichtversicherung. Wer schnell gibt, gibt doppelt, kann man da nur sagen.

Dank des Einsatzes der D.A.S. Juristen kam der Versicherungsnehmer rasch, unbürokratisch und ohne den unangenehmen Aufwand eines Gerichtsverfahrens zu einem namhaften Entschädigungsbetrag.

Zum 1. Teil der Geschichte

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