DAS ÖSTERREICH

Gedanken zum „Weltkiffertag“

In Österreich von vielen unbemerkt findet jedes Jahr am 20. April der „Weltkiffertag“ statt. Im Zuge der rechtlichen Recherchen zum Thema Cannabis ist unsere Autorin in die Feinheiten der unterschiedlichen Hanfprodukte eingetaucht (natürlich ganz legal ;-) !) und hat ihre wesentlichen Erkenntnisse für den D.A.S. Blog zusammengefasst.

Unter dem Begriff „Kiffer“ versteht man landläufig jemanden, der Haschisch oder Marihuana raucht. Die Bezeichnung „Kiffer“ wird seit jeher mit einem abschätzigen Unterton gebraucht. Aber ist das Image vom schmuddelig-versifften Taugenichts mit den schweren Augenlidern, der zum Bob Marley Reggae in seinem Kopf wippt, heute so überhaupt noch zutreffend? Hat sich nicht zuletzt durch diverse Trendbewegungen das Bewusstsein „Hanf ist nicht gleich Droge“ in den Köpfen breitgemacht? Oder hat sich nicht vielmehr doch durch das Motto „Hanf ist öko“ ein regelrechter Imagewandel der Hanfpflanze vollzogen?

Hanf ist nicht gleich Hanf

Wer aufmerksam durch die Hauptstädte Österreichs spaziert, dem fallen immer mehr Geschäfte auf, die auf den anhaltenden Trend, Hanf als Alltagsprodukt salonfähig zu machen, aufspringen. Raus aus der Schmuddelecke zeigt sich erstmal in der breiten Öffentlichkeit, was Insidern schon lange bekannt ist: Aus Hanf lässt sich viel Nützliches machen. In den diversen Reformläden des Landes werden neben Hanfschokolade, Hanfkeksen, Hanfmüsliarten aller Art auch Hanfbier, Bekleidung, Schuhe, Segeltaue aus Hanf, Tees, Kosmetika und vieles mehr angepriesen.

Cannabis ist eigentlich die botanische Bezeichnung für Hanf. Als Marihuana (Gras) werden die getrockneten Blüten und Blätter einer stark Tetrahydrocannabinol (kurz THC)- haltigen Cannabispflanze verstanden. Unter Haschisch wird das Cannabis-Harz verstanden. Beide Formen weisen einen relativ hohen THC-Gehalt auf. Nutz- bzw. Industriehanf wiederum enthält kaum bis gar kein THC. Der ebenfalls aus der Hanfpflanze gewonnene und viel diskutierte Wirkstoff Cannabidiol (kurz CBD), ist im Gegensatz zum weitaus bekannteren Wirkstoff THC eine nicht psychotrope Substanz, ist also nicht psychoaktiv. CBD werden diverse hemmende und heilende Wirkungen zugesprochen.

Beratung verboten – ein Lokalaugenschein

Auch in den meist steril anmutenden „Hanfshops“ kommt man ob der breiten Palette an Angebot ins Staunen. Hier werden diverse Öle, Kristalle, Tinkturen und Extrakte sowie auch Blüten zum Verkauf angeboten. Beratung zur Verwendung und dem Einsatz der CBD-haltigen Produkte bekommt man jedoch auch trotz beharrlicher Nachfrage in den diversen Shops keine. Eine Verzehr- oder Verwendungsempfehlung ist gesetzlich nicht erlaubt. Der junge Mann hinter dem Verkaufspult kommt daher vermutlich nicht nur wegen der warmen Frühlingstemperaturen auf mehrfaches Nachfragen zur Wirkweise und den rechtlichen Bestimmungen ins Schwitzen. Nachdem sich die anfängliche Skepsis, ob es sich nicht doch um eine verdeckte Polizeikontrolle handelt, gelegt hat, bekommt man schließlich einen gründlichen Überblick über das breitgefächerte Sortiment. Persönliche Erfahrungswerte des Verkaufspersonals und eindrücklichen Schilderungen der Heilwirkung inklusive. Nach diesem Lokalaugenschein ist man definitiv um eine Erfahrung reicher, hat ein Gesprächsthema für die nächste Stammtischrunde und mit etwas Glück auch eine neue Lieblingsschokoladesorte.

Wollen Sie mehr zur Entstehung des „Weltkiffertages“ wissen? Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung.

 

 

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