DAS ÖSTERREICH

Die skurrile Welt des Rechts – Teil 2

Auf der ganzen Welt gibt es Gesetze, die vor mehreren 100 Jahren beschlossen wurden und bis dato noch immer ihre Gültigkeit haben. Viele der Gesetze sind lustig, manche beschämend und andere wiederum ziemlich grotesk. Aufgepasst in welche Länder der nächste Urlaub geht. Teil 2 zur skurrilen Welt des Rechts…

Kaugummikauen verboten

Kaugummis sind vor allem bei Kindern sehr beliebt. Kinder in Singapur müssen auf diese klebrige Masse leider verzichten. Hier dürfen Kaugummis nur auf Rezept (Name und Passnummer des Käufers) verkauft werden. Bei Zuwiderhandeln des Apothekers, droht diesem eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe von 5000 Singapur-Dollar (ca. 2.400€). Der Grund dafür dürfte einigen klar sein: Sauberkeit! Die Regierung möchte nicht, dass Straßen, Gehsteige oder andere öffentliche Plätze verschmutzt werden. Info am Rande: Da Kaugummi nicht biologisch abbaubar ist, dauert es mitunter mehrere Jahre, bis dieser von Straßen und Gehsteigen verschwunden ist.

Spülen nicht vergessen

Bleiben wir in Singapur. Mit einer Geldstrafe von bis zu 500€ wird das nicht Betätigen der Toilettenspülung auf öffentlichen Toiletten bestraft. Es gibt sogar eigene Zivilstreifen der Polizei, die öffentliche Toiletten überprüfen.

Süße Verfolgungsjagd

Kommen wir zu unseren deutschen Nachbarn. Sollte ein Bienenschwarm seinem Besitzer entfliehen und der Eigentümer verfolgt diesen nicht unverzüglich (oder gibt die Verfolgung auf), so gilt dieser Schwarm als herrenlos. Wird die Verfolgung aufgenommen, so darf er sogar fremde Grundstücke betreten. Sollte sich der Bienenschwarm in eine nicht besetze Wabe einnisten, darf der Besitzer sogar Wohnungen/Häuser öffnen, um die Waben herauszunehmen. Der entstandene Schaden ist aber vom Besitzer des Bienenschwarmes zu begleichen. Den Imkern wurden diese Sonderbefugnisse erteilt, damit diese sich nicht wegen Hausfriedensbruch strafbar machen.

Betrunken sein – in Londons Pub’s verboten!

Ja, ihr habt richtig gelesen. In Londoner Pubs ist es verboten, betrunken zu sein. Dieses Gesetz stammt aus dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Gin-Krise. Der Gin bestand damals nicht etwa aus pflanzlichen Inhaltsstoffen wie heute. Er wurde mit widerlichen Dingen wie Terpentin und Schwefelsäure gepanscht. Viele erkrankten und erblindeten daraufhin.

Prüde Amerikaner

In Alabama ist es verboten, einen Vibrator zu besitzen oder zu vertreiben. Früher war man der Meinung, dass der Körper der Frau gereinigt wird, wenn der Arzt mit Hilfe eines „Vibrators“ die Orgasmen herbeiführt. Die Flüssigkeit im Körper wurde so schließlich natürlich entfernt und die „Hysterie“ der Frau behandelt. Der Orgasmus wurde nicht mit sexueller Erregung in Verbindung gebracht. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde man aber schlauer und fand heraus, dass Vibratoren nur zur Luststeigerung benutzt werden. Daher wurden diese Gerätschaften kurzerhand verboten und gelten seither als illegal. Trotzdem hat in den USA fast die Hälfte aller Frauen einen Vibrator Zuhause.

Namensvergebung in Österreich

Anders als in anderen Ländern können Mama und Papa ihrem Schatz nicht jeden x-beliebigen Namen geben. In Österreich wird kein Standesbeamter Namen abzeichnen, die wie Automarken, Monate, Pflanzen oder mythologische Figuren klingen. Auch Kosenamen sind tabu. Namen die für uns zwar komisch klingen, in ausländischen Kulturkreisen aber gebräuchlich sind, werden erlaubt.

Bitte nicht ausziehen

In Übersee ist es Bewohnern der mexikanischen Stadt Villahermosa seit 06.2005 per Erlass nicht mehr gestattet, nackt in der eigenen Wohnung herumzulaufen, sofern jemand anderes zusieht. Sollte der Nachbar einen ausspionieren wollen (was ebenfalls verboten ist), droht dem Nackedei entweder eine Geldstrafe von bis zu 100€ oder 36 Stunden Arrest.

Schäferstündchen im Auto

In Idaho, genauer gesagt in Coeur d’Alene ist es verboten, in einem Auto Geschlechtsverkehr zu haben. Ok, eigentlich nichts Besonderes. Erregung öffentlichen Ärgernisses etc. Wird man aber von Polizisten erwischt, müssen diese sich zuerst bemerkbar machen und anschließend drei Minuten warten. Erst dann dürfen sie die Liebenden verhaften.

Ihre berufliche Karriere startete sie 2010 als Lehrling bei der D.A.S. Rechtsschutz AG. Nach erfolgreichem Lehrabschluss als Versicherungskauffrau, hat sie nun ihren Platz im Zentralen VertriebsService gefunden. Den Ausgleich zum Berufsalltag findet sie beim Sport und den Spaziergängen mit ihrem Hund. Ebenso holt sie sich die Energie aus dem gemütlichen Beisammensein mit ihren Freunden.

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